Schritt 2: Optimieren

Energie und CO2
Warum nutzen wir Energie?
90 % der von Saint-Gobain Glass verbrauchten Energie stammt von fossilen Brennstoffen: Erdgas und/oder Schweröl. Diese Stoffe werden in den Schmelzöfen verbrannt. Die übrigen 10 % sind Elektrizität und werden für die Schmelzöfen und Verarbeitungsprozesse verwendet (Magnetron-Beschichtungen, Spiegel, Verbundglas ...).

Welche MaΒnahmen werden unternommen, um den Energieverbrauch zu reduzieren?
Saint-Gobain Glass bemüht sich kontinuierlich, den Energieverbrauch der Schmelzöfen zu reduzieren:

Vom Entwicklungsprozess ... zur Energieeinsparung in der Produktion
Dank der Jahrhunderte langen Erfahrung, die Saint-Gobain Glass in der Glasherstellung hat, sind die Schmelzöfen mit modernster Technologie ausgestattet, die es ermöglicht, sowohl die Erträge als auch den Energieverbrauch zu optimieren. Um die Umweltleistung der gegenwärtigen und zukünftigen Schmelzöfen kontinuierlich zu verbessern, werden im Rahmen von Forschung & Entwicklung Projekte zur Schaffung neuer Technologien durchgeführt, die zum Beispiel den Energieverbrauch oder den Verbrauch von Biomasse noch weiter reduzieren sollen.
  • Die Schmelzöfen haben eine durchschnittliche Lebensdauer von 16 Jahren.
  • Der Verbrennungsprozess wurde so optimiert, dass so wenig Energie wie möglich verbraucht wird und die Schadstoffemissionen in die Luft reduziert werden. Die Verwendung von Bruchglas verringert außerdem den Energieverbrauch der Schmelzöfen, da die Schmelztemperatur im Ofen schneller erreicht werden kann. Auf diese Weise konnte zwischen 2007 und 2010 die verbrauchte Energiemenge, für das Einschmelzen von Glas für die Produktion einer Tonne SGGPLANILUX um 5,6 % reduziert werden.
  • Saint-Gobain Glass bemüht sich auch weiterhin, den Energieverbrauch kontinuierlich zu verringern.
Welche Maßnahmen werden unternommen, um die Auswirkungen auf den Klimawandel zu reduzieren?
Die Schmelzöfen zur Glasherstellung von Saint-Gobain Glass sind aufgrund der Verbrennung von Gas und Schweröl sowie der Zersetzung von karbonisierten Rohstoffen der Ursprung direkter CO2-Emissionen. In Europa wurde ein LCA (Life Cycle Assessment – Ökobilanz) von Saint-Gobain Glass für die Herstellung von SGG PLANILUX auf Grundlage der ISO-Norm 14040 (von den Rohstoffen bis zur Anlage, die die Glasscheibe herstellt, bevor sie weiterverarbeitet wird) durchgeführt. Die Ökobilanz zeigt, dass die CO2-Emissionen, die bei der Herstellung von 1 m² SGG PLANILUX-Flachglas (4 mm dick) entstehen, 13 Kilogramm betragen. Die Menge der direkten Emissionen des für die Glasherstellung verwendeten Schmelzofens von Saint-Gobain Glass stellt dabei weniger als die Hälfte dieses Wertes dar. Die Herstellung der Rohmaterialien (und insbesondere von Natriumcarbonat) und der Transport haben wiederum einen wesentlichen Einfluss.

Wenn die Auswirkungen auf den Klimawandel optimiert werden sollen, müssen Maßnahmen getroffen werden, die die Schmelzöfen weiter verbessern, die das Energiemanagement in den Herstellungsbetrieben effektiver und die Rohstoffverwaltung (Herstellung und Transport) effizienter gestalten. Auf diese Weise konnte durch die Verbesserung der Schmelzöfen von Saint-Gobain Glass (Bauweise, Verbrennungsregelung) zwischen 2007 und 2010 eine Reduzierung von 5,6 % CO2, das beim Einschmelzen des Glases für die Produktion einer Tonne Basisglas emittiert wird, erreicht werden. Weitere Aktionspläne zur Reduzierung der CO2-Menge sind an jedem Standort von Saint-Gobain Glass in Arbeit.

Transport von Rohmaterialien
Saint-Gobain Glass versucht, die Wege, die beim Transport von Rohmaterialien zu den Produktionsstätten zurückgelegt werden müssen, zu reduzieren. Entsprechend kommt der Sand aus Lagerstätten, die weniger als 200 Kilometer vom jeweiligen Produktionsstandort von SAINT-GOBAIN GLASS entfernt sind (in Europa sogar weniger als 100 Kilometer). Lediglich bestimmte synthetische Materialien wie Natriumcarbonat oder Natriumssulfat werden von weiter her angeliefert, da sie lokal häufig nicht verfügbar sind.

Saint-Gobain Glass fördert zudem den Transport seiner Rohmaterialien über die Schiene oder über waterwege. 2010 wurden in Europa etwa 30 % der Rohmaterialien (Gewichtsanteil) über diese Verkehrswege angeliefert.

Saint-Gobain Glass hat sich das Ziel gesetzt, die durch den Transport von Rohmaterialien entstehenden CO2 -Emissionen bis 2013 genau zu bestimmen.

Transport von Glas
In Europa werden die Produkte von Saint-Gobain Glass hauptsächlich mit Innenladern (beladen mit durchschnittlich 22 Tonnen Glas) transportiert. Die Supply-Chain-Abteilungen optimieren die jeweiligen Transportarten, um den Transport über waterwege, per Schiene oder mittels einer Kombination der Transportmöglichkeiten zu fördern.

Saint-Gobain Glass verfügt in Europa über eine eigene Flotte von mehr als einhundert Wagons (diese stehen für ungefähr 200 Innenlader), die regelmäßig verwendet werden. Gleichzeitig wurde ein neues Modell eines für den Schienen - und Straßenverkehr kompatiblen Innenladers entwickelt, das den kombinierten Transport fördern soll. Saint-Gobain Glass verfügt in Europa über 36 Trailers, die für dieses neue Modell ausgerüstet sind. Außerdem ist geplant, weiterhin in dieses Transportmittel zu investieren.

Saint-Gobain Glass hat sich das Ziel gesetzt, die durch den Transport der Produkte entstehenden CO2-Emissionen genau zu bestimmen - 2012 innerhalb Europas und 2013 für den außereuropäischen Bereich.

Zwischenzeitlich bestärkt Saint-Gobain Glass die Lieferanten von Transportdienstleistungen, sich selbst nach ISO-Norm 14001 zertifizieren zu lassen, Fahrzeuge mit geringem CO2-Ausstoß zu nutzen und ihre Fahrer hinsichtlich einer verantwortungsvollen Fahrweise zu schulen: für ein sicheres und umweltbewusstes Fahren – zur Senkung des Benzinverbrauchs und entsprechend auch der CO2-Emissionen. Die Transportunternehmen werden regelmäßig kontrolliert, gleiches gilt für Werkstätten/Tankstellen sowie Fahrzeugwaschanlagen. Dies wird durch ein Lieferanten-Audit ermöglicht, das ebenfalls umwelttechnische Aspekte bewertet. Auch die Fahrer werden regelmäßig hinsichtlich der Sicherheit im Straßenverkehr überprüft.

Bürogebäude
Energieeffiziente Gebäude spielen eine äuΒerst wichtige Rolle bei jeder Strategie zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen. Deshalb haben wir uns - als Teil des Projekts Company Actions for the Reduction of Energy by 4, auch Care4 genannt - der Reduzierung der Energieverbrauch per vier verpflichtet, bis zum Jahre 2040 die Treibhausgasemissionen unserer Bürogebäude um das Vierfache zu senken.

© Saint-Gobain Glass